Veröffentlicht im Stader Tageblatt am 5. April 2017

Arbeitsmarktpolitischen Forderungen, den Bezug von Arbeitslosengeld um gleich lange Zeiträume einer beruflichen Qualifikation zu verlängern, tritt der Arbeitgeberverband Stade Elbe-Weser-Dreieck e. V. entgegen. Seit zehn Jahren gilt, dass die Agenturen für Arbeit durch schnelle Vermittlung Arbeitslosigkeit möglichst gar nicht erst entstehen lassen. Besteht Qualifikationsbedarf bei einer zu vermittelnden Person, werden hier Fortbildungsmaßnahmen zeitnah eingeleitet, erklärt Hauptgeschäftsführer Thomas Falk. So ist es, auch durch die gute Arbeitsmarktsituation gelungen, die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit ständig zu verringern. Es wäre daher kontraproduktiv, Zeiten des Arbeitslosengeldbezuges mit Phasen der weiteren Qualifikation zu kombinieren oder gar zu verdoppeln.

Bei einem nahezu in allen Berufen und Branchen bestehenden Fachkräftemangel und dem bevorstehenden Eintritt geburtenstarker Jahrgänge in den Rentenbezug dürfen keine Anreize für Frühverrentungssysteme wie in den 90er Jahren gesetzt werden. Dass die Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt Weiterbildung und Qualifizierung künftig noch wichtiger als heute macht, ist richtig. Dies haben Arbeitsverwaltung und Unternehmen aber erkannt. Fast 60 Milliarden Euro investieren Firmen in Deutschland aus eigenen Mitteln jährlich in Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten.

Adresse

Arbeitgeberverband Stade Elbe‑Weser‑Dreieck e. V.
Poststraße 1
21682 Stade
Tel.: 04141 4101-0
Fax: 04141 4101-20
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